Freiwilligenarbeit in Thailand- Erfahrungsbericht mit StepIn

Freiwilligenarbeit in Thailand – mein Erfahrungsbericht mit StepIn

 

Kennt ihr das, wenn ihr euch irgendwas in den Kopf gesetzt habt und ihr es jetzt sofort,unbedingt machen oder haben müsst? Bei mir war es im letzten Jahr so mit Thailand. Die ganzen Bilder auf Instagram, Erzählungen von Freundinnen und die freie Zeit die ich hatte, haben mich überzeugt: Ich musste nach Thailand, jetzt sofort! Ich habe alle möglichen Freunde angeschrieben ob sie Lust hätten mitzukommen, doch entweder scheiterte es am Geld oder der Zeit. Also habe ich mich im Internet nach Seiten umgeguckt, die Thailandreisen anbieten. Natürlich kann man einfach so alleine nach Thailand fliegen, aber damals hätte ich mich das ohne Organisation noch nicht getraut. Ich war bis dato noch nie in Asien und schon gar nicht alleine verreist.

Damals hätte ich ein Erfahrungsberichte gut gebrauchen können. Da einige von euch mich außerdem auf StepIn angesprochen hatten, habe ich mich entschieden einen Blogbeitrag darüber zu schreiben. Ich hoffe euch hiermit einen kleinen Einblick darüber zu verschaffen.

WAS IST STEPIN?

Irgendwann stieß ich bei Facebook auf ein Angebot: Freiwilligenarbeit in Thailand zu einem super Preis. Von StepIn hatte ich damals schon von einer guten Freundin gehört, die ein halbes Jahr work and travel durch Irland gemacht hat, mithilfe der Organisation. StepIn macht nicht nur Freiwilligenarbeit und work and travel, sondern auch Auslandspraktika/ Studium, Sprachreisen und Au-pair Reisen in viele verschiedene Länder. Was mich letztendlich überzeugt hat, waren die vielen unterschiedlichen Projekte die in Thailand angeboten werden. Vom Sport Coach über Elefantenpflege bis hin zu Thaiboxen ist alles dabei. Die Projekte sind individuell kombinierbar und kosten 250 bis 420 Euro pro Woche. All inclusive dem Essen, der Unterkunft und Touren. Mindestens 2 Monate vorher musste man buchen und genau in dem Zeitraum war ich. Also habe ich mein letztes Geld zusammengekratzt und ohne viel nachzudenken 3 Wochen Thailand gebucht.

KULTURWOCHE IN SINGURI

Die erste Woche ist dabei verpflichtend immer die „Kulturwoche“. In dieser lernst du alles mögliche über die Kultur und Sprache Thailands. Du besichtigst viele wunderschöne Tempel in der Nähe von Singburi und lebst wie die „Locals“. Es war eine super spannende Woche in der wir viel gelernt haben. In Singburi ist also das „Hauptcamp“ von StepIn. Hier verbringt jeder die erste Woche und auch manche anderen Projekte finden dort statt, wie zum Beispiel die Arbeit im Waisenhaus.

kulturwoche sinburi Tempeltour Thailand

Tempel in Thailand

MIT WEM LEBST DU ZUSAMMEN?

In Singburi lebst du in kleinen Häuschen mit oft 3 anderen Personen zusammen. Ich kann nicht mehr genau sagen wie viele Häuschen es gab aber wir waren zu meiner Zeit schätzungsweise 40 Personen im ganzen Camp. Menschen kommen hier von überall aus der Welt. Amerika, England, Deutschland, Frankreich, Afrika und so weiter. Viele Kulturen und Sprachen treffen hier aufeinander, was ich super schön und spannend finde. Denn alle haben das selbe Ziel- Thailand kennenlernen und Menschen helfen. Tatsächlich sind oft sehr viele aus Deutschland dort. Bei mir waren es bestimmt 15 Leute. Es kann aber auch passieren, dass du in einem Projekt nur mit Englisch- sprachigen zusammen bist. Hat man so wie ich nur noch das Schul-Englisch drauf, ist es erstmal eine kleine Herausforderung sich zu öffnen. Irgendwann aber wird es ganz normal und hilft natürlich auch deine Kenntnisse zu erweitern.

WIE LEBT MAN IN DEN CAMPS?

1. KULTURWOCHE IN SINGBURI- „ECO HOUSE“

Jedes Camp ist super unterschiedlich und auf seine Weise besonders. Ich habe 3 Wochen in Thailand verbracht und natürlich erstmal das Camp in Singburi kennengelernt. Zuerst muss man sagen, dass man Thailand nicht mit den Standards in Deutschland vergleichen kann und die Ansprüche bzw. Erwartungen somit erstmal runter schrauben muss. Die Häuschen sind nur mit den Grundmöbeln ausgestattet. Betten und Ventilatoren. Viel mehr findet man zumindest im Singburi Camp nicht. Das zweite Zimmer im Häuschen ist eben das Badezimmer mit einer Dusche, einem Waschbecken und einem Spiegel. Ich habe mit diesen Standards gerechnet und war daher völlig zufrieden mit den Wohnbedingungen. Es war alles sauber und das war für mich das Wichtigste. Für wenige andere war es aber erstmal ein Schock, von den Europäischen Standards absehen zu müssen. Ab und zu schleicht sich eben auch mal eine kleine Echse durch die Fenster. Die Echsen fand ich überhaupt nicht schlimm oder eklig, eher süß. Sie sind nicht so wie Spinnen, dass sie plötzlich auf dich drauf springen. Sie rennen immer schnell weg, wenn man ihnen zu Nahe kommt. Da man in den Häuschen sowieso nur die Nacht verbringt, war das alles kein Grund mir die Freude zu nehmen, dass ich nun endlich in Thailand bin. Aber jeder muss sich da selber einschätzen, ob das was für einen ist oder nicht. Gut ist es jedenfalls diese Dinge vorher zu wissen.

2. PROJEKT UMWELTSCHUTZ IM „FOREST VIEW RESORT“

Meine zweite Woche habe ich in Nakhon Ratchasima, ca. 260 km nordöstlich von Bangkok, verbracht und dort das Projekt „Umweltschutz“ mitgemacht. Wir sind in die Wälder gefahren um Wasserpipelines, Trinkstellen und Zäune für die Tiere zu bauen. Die Häuschen waren schon eher nach den westlichen Standards und hatten einen super schönen Ausblick über die Wälder. Von hier war es besonders spektakulär die Trockengewitter zu beobachten. Sie waren so gigantisch. In jedem Camp gibt es draußen einen überdachten Gemeinschaftsplatz. Hier hält sich jeder den Tag über auf, wenn gerade kein Projekt oder Unternehmung geplant ist. Hier wird gegessen, gechillt, es gibt Wlan und wenn nötig werden organisatorische Dinge besprochen. Wenn man Lust hat trifft man sich Abends und spielt ein paar Spiele oder quatscht einfach noch ein Weilchen vor dem Schlafen gehen.

3. RUNDTOUR SÜDTHAILAND

Das beste hatte ich mir für die letzte Woche aufgehoben- Reisen durch den Süden. Wir sind von Singburi nach Hua Hin gefahren und haben in Bang Saphan Noi geschlafen. Es waren 4 Personenzelte in denen man stehen konnte, mit gemütlichen Betten und einer Klimaanlage. Am nächsten Tag sind wir nach Koh Samui gefahren und haben dort 2 Nächte in einem wunderschönen Beach Resort verbracht. In der Woche haben wir viele schöne Dinge unternommen wie zum Beispiel zum Nachtmarkt gehen, Schwimmen am Wasserfall, Chillen am Strand, eine Wanderung durch den Regenwald und der Ausflug zu den berühmten Grandmother and Grandfather Steinen. Mein absolutes Highlight in Thailand war der Tagesausflug mit dem Boot zum Angthong Nationalpark. Wir konnten im wunderschön turkisblauen Wasser Schnorcheln. Anschließend sind wir zu einem Aussichtspunkt hoch gewandert, bei dem man über die ganzen Inseln schauen konnte und hatten einen wunderschönen Tag am weißen Sandstrand. Bei jedem Projekt sind alle Ausflüge und Mahlzeiten auch unterwegs inklusive. Man braucht sich also um nichts Gedanken machen.

Rundreise Südthailand Nationalpark#

Aussicht über Thailändische Inseln

 

WIE VIEL FREIWILLIGENARBEIT STECKT WIRKLICH HINTER DEN PROJEKTEN?

Ihr habt euch jetzt bestimmt gefragt was die erste und letzte Woche noch mit „Freiwilligenarbeit“ zu tun hatten? Die erste Woche ist klar. Man muss die Kultur, Religion und Lebensweise der Thais erstmal kennenlernen um überhaupt helfen zu können. Dann ist es von Projekt zu Projekt unterschiedlich wie viel du wirklich helfen kannst. Bei meiner Umweltschutzwoche haben wir 5 Tage an den besagten Dingen gebuddelt und gebaut und haben wirklich was bewirken können. Auch die Arbeit im Waisenhaus, der Schule oder dem Clay House, helfen den Einheimischen sehr. Die Rundtour durch Thailand hatte dagegen nichts mehr damit zu tun. Es war einfach eine schöne Reise durch den Süden. Für mich war es zu der Zeit der perfekte Grad zwischen Freiwilligenarbeit und Urlaub.

FAZIT

Die Thailand Reise mit StepIn zu buchen war ungelogen eins der besten Entscheidungen die ich treffen konnte. So hat man die Möglichkeit alleine und vor allem sicher zu verreisen. Man lernt sofort viele verschiedene Menschen kennen und lernt abseits vom typischen Touri Urlaub das richtige Leben der Thais kennen und lieben. Die Religion, das Essen, die höflichen Locals, die beeindruckenden Tempel und die traumhaft schöne Natur haben es mir in Thailand so angetan, dass ich mir sehr gut vorstellen kann dort für eine gewisse Zeit zu leben. An die Thailändischen Standards muss man sich vielleicht erst einmal gewöhnen, aber für mich war es total schön zu merken, dass man auch noch ohne viel Schnick Schnack wunderbar leben kann und es auch mal gut tut darauf zu verzichten. Vor allem aber auch zu merken, dass der Deutsche Standard ein hohes Privileg in der Welt ist und eher eine Ausnahme, die man zu schätzen wissen sollte.

Wenn man schon einmal alleine gereist ist und ein paar Erfahrungen gemacht hat, ist Thailand natürlich auch super um ohne Organisation zu Reisen. Womit man manchmal günstiger wegkommt. Man kann natürlich auch nur 1 oder 2 Projekte mitmachen um das Land kennenzulernen und danach alleine weiterreisen. Die Projekte können auch vor Ort beliebig getauscht, storniert oder hinzugebucht werden. Kleiner Tipp für Spontane : Teilweise verkaufen manche ihre Projekte in den Camps, welche du ihnen günstiger abkaufen kannst, als die Angebote im Internet.

Mein Freund und ich haben uns für September vorgenommen das Land des Lächelns auf eigene Faust zu erkunden und ich freue mich schon darauf euch daran teilhaben zu lassen, wenn ihr mögt. StepIn sage ich ein großes Dankeschön für die tolle Zeit, mit einem super netten Team vor Ort. Ich kann mir gut vorstellen im nächsten Jahr mein Auslandssemester oder Praktikum mit StepIn zu organisieren. 🙂 ❤️

 

 

 

 

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